Viel Polit-Prominenz bei der Verabschiedung - © Dietmar Mathis
Den vatikanischen Usancen entsprechend, hatte Fischer mit Erreichen des 75. Lebensjahrs im Herbst sein Rücktrittsgesuch eingereicht, das der Papst Mitte November annahm.
Die Geschicke der jüngsten Diözese Österreichs leitet bis zur Bestellung eines neuen Oberhirten Diözesanadministrator Benno Elbs, der Fischer seit dessen Ernennung als Generalvikar diente. Der von mehreren Seiten favorisierte Nachfolger Fischers hielt auch die Festpredigt des Dankgottesdienstes. Er würdigte Fischer als bescheidenen Menschen und seine rund sechsjährige Amtszeit Fischers als positiv. Er verschwieg dabei aber auch nicht mehrere mediale und öffentliche Aufregungen, wenn Fischer seine oft sehr konservativen Haltungen kundtat. Manche Worte, so Elbs, hätten die Diözese “in ziemlich steile Klippen geführt, die mir als nicht immer schwindelfreiem Generalvikar manchmal den Angstschweiß in die Stirn getrieben haben”. Zuletzt kratzten im Frühjahr 2010 Gewaltvorwürfe gegen Fischer aus seiner Zeit als Pädagoge am Image des Bischofs.Fischer selbst hatte in einem offenen Brief in der jüngsten Ausgabe des “Vorarlberger Kirchenblatt” um Verzeihung für “Unzulänglichkeiten in meinem Bemühen” gebeten. Die Botschaft Jesu, so der scheidende Oberhirte, schenke Orientierung und sei durch die Entwicklungen der Moderne nicht überholt.
An dem Gottesdienst im Dom St. Nikolaus hatten auch sein Vorgänger Klaus Küng, heute Bischof von St. Pölten, und der Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser teilgenommen.
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