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Alles hört auf mein Kommando: End War

Stimmgewalt: Tom Clancy´s Endwar überzeugt durch Innovation. Stimmgewalt: Tom Clancy´s Endwar überzeugt durch Innovation. - © Waibel
Tom Clancy Games sind berühmt für ihre taktische Action. Mit End War hat sich Ubisoft nun an das Strategie-Sim Genre gewagt. Mit Erfolg.  

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Xbox 360: Stimmgewaltige Strategie
Bereits in einem früheren Rainbow Six Taktik-Action Titel feierte sie Premiere: Die Sprachsteuerung. Beschränkte sich jedoch die noch recht anfällige Spracherkennung damals auf wenige rudimentäre Kommandos, die kontextsensitiv funktionierten, zeigt die Umsetzung in End War auf, wie sich in Zukunft die Schnittstelle Mensch/Maschine gestalten könnte.

Linktip: Frag Girls California zocken End War auf der 360

Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft: Wir schreiben das Jahr 2015, die Erdölressourcen der Erde gehen zu Ende. Als eines der letzten Erdöl exportierenden Länder sichert sich Mütterchen Russland durch die Einnahmen großen Wohlstand und setzt sich souverän an die Spitze der Weltmächte. Das Zukunftsszenario: Neben den USA sind auch noch die aus strategischen Gründen vereinten Europäer eine Weltmacht. In den darauf folgenden Jahren rotten sich die drei Mächte in einem Atomkrieg fast gegenseitig aus. Danach geht das Ringen um die wenigen verbliebenen Rohstoffe der Erde weiter. Herzlich willkommen im Setting von Tom Clancys End War für die Xbox 360.
End War kommt fast ohne Ressourcen aus, einzig die Einnahme von Kontrollpunkten auf der jeweiligen Map sichert Truppennachschub, welcher je nach Setting frei ausgewählt werden darf. Nach dem Verschrotten eines Squads geht es eine kurze Zeit, nach der wieder Nachschub bestellt werden darf. Wer gut auf seine auch zusammengeschossenen Einheiten achtet, behält diese. Der zerbombte Trupp wird lediglich zur Reparatur ins Hauptquartier geflogen. Ähnlich agiert auch der Gegner, welchen man dadurch erheblich schwächen kann, indem man auf die Transporthubschrauber ballert, welche den feindlichen Schrott vom Schlachtfeld kratzen. Damit wäre das ganze Spielprinzip eigentlich schon erklärt, welches sich im Wesentlichen darum dreht, möglichst viele Kontrollpunkte auf der Map einzunehmen, und den Gegner genau daran zu hindern. Es gilt das Schere/Papier/Stein Prinzip, wobei oft mickrige Einheiten mächtige andere in kürzester Zeit schreddern können, während zum Beispiel eine Panzerstaffel sich an in Gebäuden verschanzten Infanteristen die Kanonenrohre verbiegt. Dieses Prinzip gilt sowohl in der stimmig inszenierten Kampagne, als auch in hitzigen Multiplayer Battles. Wer hier nicht fix agiert und auf Aktionen des Gegners reagiert, hat schon verloren.
Damit kommen wir schon zum Sahnestückchen des Titels, die geniale Sprachsteuerung. Die überzeugt nicht nur durch eine erstaunlich hohe Fehlertoleranz sondern auch durch einen fixen Umgang und eine enorme Atmosphäre. Fast, so scheint es, fühlt man sich in der Rolle eines Generals, der seine Truppen via Funk übers Schlachtfeld scheucht. Diese bestätigen nämlich den Befehl, sobald sie ihn erhalten haben, übers Headset, der restliche bombastisch wuchtige Sound geht über die Soundanlage.
Das Prinzip der Sprachsteuerung ist faszinierend gelöst: Ähnlich dem Aufbau einer Webseite mit einem Link sowie weiteren sich verzweigenden Unterlinks wählt man aus einer Einheit, die man anspricht. Beispiel: „Einheit 1″. Danach öffnet sich auf dem Bildschirm ein Untermenü mit verfügbaren Befehlen, wo man die Möglichkeit hat, einen auszuwählen. Beispiel: „Gehe zu”. Der dritte Punkt bestimmt nun das Ziel des Befehls. Beispiel: „Kontrollpunkt Alpha”. Der vollständige Befehl würde also lauten: „Einheit 1 – Gehe zu – Kontrollpunkt Alpha”. Kurioserweise sind in der Datenbank auch alternative Begriffe enthalten, was man am Beispiel „Einheit 3 – Angriff – Gegner 2″ oder „Einheit 3 – angreifen – Gegner 2″ eindrucksvoll erkennen kann.
Alternativ steuert man den Titel per Gamepad, was auch hervorragend gelöst ist, jedoch lange nicht so flott von der Hand geht, und weit weniger stimmig wirkt.
Nach der Auswahl einer der drei Weltmächte geht es darum, in einem „Risiko” nicht unähnlichen Prinzip bestimmte Gebiete der Weltkarte einzunehmen, was im weiteren Verlauf Auswirkungen auf andere Schlachtfelder hat. Eine Besonderheit des Games sind auch die auflevelbaren Einheiten. Wer gut auf seine Squads achtet, kann sie zwischen den Gefechten verstärken und erhält auf diese Weise mit der Zeit eine auf seine Bedürfnisse zugeschnittene Truppe von Elitekämpfern. Macht Laune!
Technisch ist End War ein solides Game, aber sicher kein End-Gen Titel. Saubere Technik mit einigen Schmankerln mit stimmiger aber unspektakulärer Technik, so lässt sich End War zusammenfassen. Zwar lassen sich bestimmte Objekte stimmungsvoll zerbomben, der Rest der Levels ist aber statisch. Dafür läuft das Game jederzeit flüssig und überzeugt mit einer ordentlichen Übersicht. Der Sound ist eines der Sahnestückchen des Titels. Wuchtige Explosionen, MG Feuer, Fauchende Raketen und wummernde Artillerie sowie hektischer „Funkverkehr” lassen einen richtig in das Schlachtenfeeling eintauchen.

Fazit:
End War ist einer der Must Have Titel für Action und Strategiefans auf der 360 gleichermaßen. Ein enormer Umfang und die leicht zu erlernende und gut funktionierende Sprachsteuerung machen End War zu einem der Top Titel des Genres 2008/2009. Zur genialen Kampagne liefert Ubisoft das Highlight des Games – den Multiplayerpart. Besonders Profis werden sich über eine noch größere Hektik und die Schwierigkeit, gegen einen kreativen menschlichen Gegner auf dem Schlachtfeld bestehen zu können freuen. Ein Muss für Action- und Strategiefans! Das beste Strategiegame derzeit auf der Xbox 360.

Rundenweise unterwegs: End War DS
Wie schon fast zum guten Ton gehörend, liefert Ubisoft auch zu diesem Konsolenkracher einen Nintendo DS Ableger ab. Leider überzeugt das End War für zwischendurch nur ausgefuchste Rundenstrategen.
Anfangs stehen zwei der drei Kampagnen frei zur Wahl, nämlich die der so genannten European Federation Enforcers Corps (kurz: EFEC) und der Joint Strike Force (JSF). Die Spetsnaz-Kampagne wird erst nach dem erfolgreichen Absolvieren einer der eben genannten Kampagnen freigeschaltet. Dabei unterscheiden sich die diese drei Kampagnen grundlegend nur in ihrem Schwierigkeitsgrad und der Geschichte, die sie erzählen.
Den Fähigkeiten des DS angepasst, musste hier die Sprachsteuerung weichen und wurde durch einen rundenbasierenden Strategiemodus á la Advance Wars ersetzt. Im Gegensatz zur PSP Fassung profitiert die DS Version klar von der Eingabe mit dem Touchscreen.
Während nun die 360-Version mit packender Action und Hektik glänzt, geht man auf dem DS den gemütlichen Weg. Zwei Phasen leiten die Attacken gegen die Feinde ein. So hat End War auf dem Handheld eher was von einem Schachspiel, als einem herkömmlichen Strategietitel.
In der Bewegungsphase werden die Einheiten jeweils einzeln in die gewünschte Position bewegt, wobei mögliche Züge angezeigt werden. Das Wesen des Spielprinzips liegt darin, in der Vorbereitungsphase die Stärken und Schwächen des Gegners auszuloten und dann die Aktionsphase zu starten und das Ergebnis seiner Bemühungen zu beobachten. Für Taktiker und Planer ein Hochgenuss, für Popcorn-Spieler für mich eine todlangweilige, bisweilen auch frustige Angelegenheit, weil man wieder mal den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht und nicht selten nur ein Weg zum Ziel führt. Das Ziel jeden Levels besteht darin, den Gegner vom Schlachtfeld zu fegen oder sein Depot zu schreddern.

Fazit:
Wer den 360er Titel kennt, sollte mit Bedacht zum DS Pendant greifen. Zwar trumpft die Version mit einer hervorragenden Unterstützung von Stylus und Touchscreen auf, jedoch ist das Modul eher etwas für bedächtige Rundenstrategen, wenngleich der Zugang im Vergleich zu Konkurrenztiteln sehr einfach gemacht wird. Eine schöne Alternative zu Advance Wars, aber nichts für Actionfreaks.

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