Die Proteste gegen ACTA sind enorm. - © Daniela Lais
Internet muss offen für freie Meinung bleiben, waren sich die Demonstranten einig.
Bregenz. Keine Sympathie für ACTA, das Anti-Produktpiraterie Handelsabkommen, bewiesen rund 1000 Demonstranten, vergangenen Samstag, in der Bregenzer Innenstadt. Bei eisigen Temperaturen sammelten sich die ACTA Gegner beim Bregenzer Bahnhof, marschierten über die Bahnhofstraße, Kaiserstraße, in Richtung Landhaus. Kurze Stopps in der Kaiserstraße und vor dem Landhaus wurden für Sprechbeiträge genutzt. Mit Schildern wie „Fight against Acta“ oder „Ein Recht auf STRG+C“ machten die Demonstranten ihrem Ärger Luft. Auch kreative Ideen wie ein Schwein mit dem Schild „Acta du Sau“ wurden umgesetzt. Die Organisatoren von Anonymus, Arbeitskreis Freies Internet und Piratenpartei freuten sich über das Engagement der Menschen und die große Anzahl an Demonstrationswilligen, die auch zum großen Teil über Facebook zur Teilnahme animiert werden konnten. Auch Politiker und Parteien beteiligten sich an dem Protestmarsch. Nach dem letzten Halt vor dem Landhaus folgte eine Diskussion im Jugendzentrum Between.
Gib Acta keine Chance
Acta, das geplante multilaterale Handelsabkommen ist indessen rundum in der Kritik. Auch in den Nachbarländern gingen Tausende Menschen gegen ACTA auf die Straße. Mit ACTA sollen internationale Standards im Kampf gegen Produktpiraterie und Urheberrechtsverletzungen umgesetzt werden. Das Abkommen wurde bereits am 26. Jänner von Österreich unterzeichnet. Die Kritik der ACTA Gegner bezieht sich vor allem auf die Kontrolle über das Internet und die damit verbundene Beschneidung der freien Meinungsäußerung. LAI