4000 Unterschriften für Ansu

Von VN/Jörg Stadler
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Fatoumata Jallow und ihr Sohn Ansumana haben große Solidarität erfahren. Jetzt hoffen sie auf eine positive Entscheidung der Behörden. Fatoumata Jallow und ihr Sohn Ansumana haben große Solidarität erfahren. Jetzt hoffen sie auf eine positive Entscheidung der Behörden. - © VOL.AT/ Hartinger
Feldkirch - Große Solidarität für Flüchtlingsfamilie aus Gambia – Hoffnung auf humanitäres Bleiberecht wächst.

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Das Schicksal des achtjährigen Ansumana und dessen Mutter hat eine Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft ausgelöst. Die bestens integrierte Familie soll, wie berichtet, drei Jahre nach ihrer Flucht aus Gambia in ihr Heimatland zurückgeschickt werden. Der FC Blau-Weiß Feldkirch hat binnen weniger Wochen rund 4000 Unterschriften gesammelt. Der Verein will erreichen, dass die Behörden einlenken und die Familie in Vorarlberg bleiben darf.

Anwalt zuversichtlich

„Die Aktion hat ja in sehr kleinem Rahmen begonnen. Dass wir am Ende so viel Unterstützung bekommen, hätten wir nie gedacht“, freut sich Marcel Obermoser, der Fußballtrainer von Ansumana und Mitinitiator der Unterschriftenaktion. Laut Obermoser haben sich nach Bekanntwerden des Falls zahlreiche Vereine von Bregenz bis Bludenz gemeldet und ihre Solidarität bekundet.

Die Petition wurde mittlerweile an den Rechtsberater der Familie übergeben. „Am Mittwoch werden wir bei der Bezirkshauptmannschaft Feldkirch das humanitäre Bleiberecht für die Familie beantragen“, kündigt der Bregenzer Rechtsanwalt Stefan Harg auf VN-Nachfrage an. Er ist zuversichtlich, dass die Behörde positiv entscheiden wird. „Es liegt mittlerweile ein maßgeblich geänderter Sachverhalt gegenüber dem Asylverfahren vor. Die Familie ist bestens integriert, die Mutter hat entsprechende Deutschkenntnisse und eine Arbeitsstelle in Aussicht.“ Für die Entscheidung hat die Behörde sechs Monate Zeit. Auch eine Stellungnahme der Sicherheitsdirektion wird eingeholt, die laut Harg aber nicht bindend ist. Voraussetzung für das Bleiberecht sind Kriterien wie Integration, Ausbildung, Beschäftigung, Deutschkenntnisse und Familienanbindung. Auch muss die Selbsterhaltungsfähigkeit gewährleistet sein.

Unterstützung

Der ressortzuständige Landesrat Erich Schwärzler hat bereits seine Unterstützung signalisiert. Er werde sich „zu hundert Prozent“ dafür einsetzen, dass die Familie einen humanitären Aufenthaltstitel zugesprochen bekomme, sagte Schwärzler Mitte Juni in einem Gespräch mit den VN.

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