3,5 Prozent mehr Arbeitslose in Voralberg

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Anstieg um 6,1 Prozent in Österreich Anstieg um 6,1 Prozent in Österreich - © APA
Bregenz - Die Arbeitslosigkeit stieg im August in allen Bundesländern, am stärksten in Oberösterreich (plus 7,8 Prozent), am wenigsten in Vorarlberg (plus 3,5 Prozent).

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Sozialminister Rudolf Hundstorfer (S) verwies am Montag darauf, dass die Arbeitslosigkeit im August gebremst und die Beschäftigung weiterhin stark gestiegen sei. Vor allem Industrie, Handel, Tourismus und der Bau hätten zuletzt die Zahl der Arbeitskräfte erhöht. Gleichzeitig warnte Hundstorfer davor, den verlangsamte Rückgang bei den offenen Stelle angesichts der internationalen Wirtschaftsentwicklung überzubewerten.

"Die Wirtschaft schrumpft in den Nachbarstaaten Italien, Slowenien, Ungarn und Tschechien und vielen anderen EU Staaten. Das Wachstum hat sich auch bei unserem wichtigsten Handelspartner Deutschland verlangsamt und die Massenarbeitslosigkeit in der EU stieg im Vorjahresvergleich um 2,1 Millionen an. Mehr als 25 Millionen Männer und Frauen in der EU suchen nach einem Arbeitsplatz", warnte Hundstorfer.

6,2 Prozent in Österreich arbeitslos

Die Arbeitslosenquote stieg im August nach österreichischer Berechnungsmethode auf 6,2 Prozent (Juli: 6,0 Prozent). Nach EU-Berechnung belief sich die heimische Arbeitslosenquote im Juli - das ist der aktuellste verfügbare Wert - auf unverändert 4,5 Prozent. Österreich hat damit weiterhin die mit Abstand niedrigste Arbeitslosigkeit in der EU. Im Schnitt lag die Arbeitslosenrate in der EU-27 im Juli bei 10,4 (10,4) Prozent, in der Eurozone bei 10,6 (11,2) Prozent.

Bei Jugendlichen (+3,2 Prozent Arbeitslosigkeit), Frauen (+4,5 Prozent) und Österreichern (+4,5 Prozent) entwickelt sich die Arbeitslosigkeit im August etwas besser als bei Männern (+7,7 Prozent) , Älteren (+10,7 Prozent) und Ausländern (+13,2 Prozent). Allerdings stieg im August auch die Beschäftigung von Älteren und Ausländern besonders stark an.

Keine Verbesserung am Lehrstellenmarkt

Noch immer würden viele Unternehmen ältere Mitarbeiter in die Arbeitslosigkeit schicken, kritisiert AK-Präsident Herbert Tumpel in einer Aussendung. "Wir brauchen rasch einen Schwerpunkt in der Arbeitsmarktpolitik für diese Personengruppe", verlangt Tumpel. Er fordert unter anderem die Einführung eines Bonus-Malus-Systems, um die Arbeitsplätze der Älteren besser abzusichern, oder mehr Umstiegsmöglichkeiten innerhalb der Unternehmen auf weniger belastende Arbeitsplätze. Die Reform der Invaliditätspension müsse so umgesetzt werden, dass Arbeitnehmer mit guter Ausbildung eine neue Beschäftigungsmöglichkeit mit ausreichendem Einkommen finden.

Keine guten Nachrichten kommen vom Lehrstellenmarkt, wo laut Hundstorfer erstmals seit langem keine Verbesserung angezeigt wurde. Der minimale Anstieg um neun Lehrstellensuchende und der geringe Rückgang an offenen Lehrstellen um 22 Stellen stelle allerdings noch keine Trendwende dar. Die gestiegene Zahl an Lehrstellensuchenden dürfte an den ersten Erfolgen des Jugendcoachings liegen.

Leiharbeiter besonders betroffen

Zur mit 11,4 Prozent besonders stark gestiegenen Arbeitslosigkeit in der Leiharbeitsbranche meint Hundstrofer, dass die geplante Reform des Arbeitskräfteüberlassungsgesetzes und die geplante Einführung eines Weiterbildungsfonds die Lage der Menschen in dieser Branche verbessern werde.

Die Arbeitslosigkeit stieg in allen Bundesländern, am stärksten in Oberösterreich (plus 7,8 Prozent), am wenigsten in Vorarlberg (plus 3,5 Prozent).

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