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34. Vorarlberger Wirtschaftsforum will Mut für die Zukunft machen

©VN/Steurer
Im Rahmen des 34. Vorarlberger Wirtschaftsforums wurde der Industrielle Jürg Zumtobel mit dem „Ehrenpreis der Vorarlberger Wirtschaft für das Lebenswerk“ ausgezeichnet. Zu dem traditionellen Wirtschaftstreffen im Bregenzer Festspielhaus kamen rund 600 Teilnehmer.
Vorarlberger Wirtschaftsforum 2017

Die Industriellenvereinigung Vorarlberg, die Wirtschaftskammer Vorarlberg und die Vorarlberger Nachrichten haben den „Ehrenpreis der Vorarlberger Wirtschaft für das unternehmerische Lebenswerk“ an den Aufsichtsratsvorsitzenden, Hauptaktionär und langjährigen Geschäftsführer des Dornbirner Hightechunternehmens Zumtobel Group, Jürg Zumtobel überreicht.

VN-Herausgeber Eugen A. Russ erläuterte in seiner Laudatio auf den Dornbirner Industriellen die Intention des vor vier Jahren erstmals vergebenen Preises. „Wenigen Menschen in der Wirtschaft gelingt es, in ihrer Schaffens¬phase ein Unternehmen, wie es die Zumtobel Group ist, nicht nur zu führen, sondern entscheidend weiterzuentwickeln.

Hochkarätige Redner

Das 34. Vorarlberger Wirtschaftsforum im Bregenzer Festspielhaus startete am Donnerstag mit einem Appell von Business-Coach Hermann Scherer für das Loslassen von Althergebrachtem, um neue Chancen ergreifen zu können, sowie mit einem Plädoyer von Unternehmer Michael Tojner für eine Reform der Währungsunion. Zu dem traditionellen Wirtschaftstreffen kamen rund 600 Teilnehmer.

“Der Euro ist nicht garantiert”, so Tojner. Es müsse daher alles unternommen werden, um die Währungsunion zu reformieren. Er glaube nicht, dass der Euro die nächste Krise überstehe, wenn das Vertrauen in den Staat nicht gegeben sei, denn das sei wesentlich für das Funktionieren einer Währung. In Europa habe man Konstruktionsfehler bei der Gründung der Währungsunion geschaffen, vor allem weil das volkswirtschaftliche Gleichgewicht nicht beachtet worden sei. Das Problem sei, dass es keine Konsequenzen für die Missachtung der Maastrichtkriterien für Schuldenstaaten gebe. Konkurrierende Nationalstaaten verhinderten Reformen.

Michael Tojner im Interview

Anders als die USA sei die Eurozone daher keine optimale Währungsunion. Es fehlten eine Harmonisierung der Arbeitsmarkt-, Sozial- und Pensionssysteme, ebenso eine zentrale Steuerhoheit und ein reformierter Stabilitäts- und Wachstumspakt. “Eine zu rasche Heranführung an eine Währungsunion zahlt immer wer”, erklärte er. So sei etwa der Beitritt Portugals verfrüht gewesen, dort ebenso wie in Griechenland würden Strukturreformen versäumt. Derzeit finanziere Deutschland mit einigen kleineren Staaten das gesamteuropäische System, die Frage sei, wie lange noch. Einzige Möglichkeit sei, dass die Länder mehr Kompetenzen an die EU abgeben, “sonst bleibt die Währung eine Schwachstelle, an der die EU zerbrechen kann”, so Tojner.

Referat über das Loslassen

Zuvor referierte Hermann Scherer, der für den erkrankten Karl-Theodor zu Guttenberg einsprang, über das Loslassen. Man sei den Status quo häufig so gewohnt, dass einem Probleme häufig nicht bewusst seien. Für den wirtschaftlichen Erfolg sei es nötig, Dinge loszulassen. “Wir sind Festhalter geworden”, so Scherer. Gefragt seien Menschen mit Chancenintelligenz und “Problem-Trüffelschweine”. “Jedes Problem ist ein noch nicht gegründetes Unternehmen, Produkt oder Service”, betonte der Unternehmenstrainer. Dabei dürfe man keine Perfektion anstreben. Es zähle vielmehr der Regelbruch und die Bereitschaft, umzudenken. “Wir brauchen das Chaos, um Veränderungen zu bewirken”, sagte Scherer.

Hermann Scherer im Interview

Weitere Referenten waren Medienmanager Gerhard Zeiler, Tourismusunternehmerin Martha Schultz, Investmentbanker Gerald Hörhan, Berndorf AG-Aufsichtsratsvorsitzender Norbert Zimmermann sowie der deutsche Politiker Wolfgang Bosbach. Das Wirtschaftsforum ist eine Initiative der “Vorarlberger Nachrichten”, der Industriellenvereinigung Vorarlberg und der Wirtschaftskammer Vorarlberg.

Gerhard Zeiler im Interview

Martha Schultz im Interview

Gerald Hörhan im Interview

Wolfgang Bosbach im Interview

Norbert Zimmermann im Interview

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