2500 Unterschriften für Ansu

Von Jörg Stadler
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FC BW Feldkirch stellt sich hinter den kleinen Ansu. FC BW Feldkirch stellt sich hinter den kleinen Ansu. - © FC BW Feldkirch
Feldkirch - Große Solidarität mit Flüchtlingskind Ansu­mana (8) und dessen Mutter. Verein rechnet mit mehr als 3000 Unterstützern.

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Sie fing in kleinem Rahmen an und wurde im Nu größer: Die Unterschriftenaktion gegen die Ausweisung des achtjährigen Gambiers Ansumana und dessen Mutter. Allein in der vergangenen Woche haben etwa 2000 Unterstützer ihre Solidarität mit der Familie bekundet. Der FC Blau- Weiß Feldkirch, Initiator der Aktion, spricht von einem „überwältigenden Echo“. Auch einige Firmen, die der Mutter des Buben Arbeit geben möchten, hätten sich gemeldet.

Anfragen aus dem ganzen Land

Wie die VN in der vergangenen Woche berichteten, war der Asylantrag der gut integrierten Flüchtlingsfamilie im April abgewiesen worden. Jetzt bleibt Ansumana und seiner Mutter nur noch die Hoffnung auf ein humanitäres Bleiberecht. Der Fußballclub Blau-Weiß Feldkirch – der Gambier spielt dort in der U-9-Mannschaft – legt sich für den Verbleib der Familie mächtig ins Zeug. Dass am Ende „derart viele“ Unterschriften zusammenkommen würden, damit hätte aber keiner gerechnet. „Die Solidarität ist einfach überwältigend“, freut sich U-9-Trainer Marcel Obermoser, „es haben sich Vereine aus dem ganzen Land gemeldet und Unterschriftenlisten angefordert. Sogar aus Hohenweiler haben wir eine Anfrage bekommen.“ Noch bis Samstag werden Obermoser und Kotrainer Josef Gsteu die Unterschriftenlisten herumgehen lassen. „Wir möchten uns schon jetzt im Namen der Familie für die große Solidarität bedanken“, sagt Gsteu. Er rechnet damit, dass insgesamt mehr als 3000 Unterschriften zusammenkommen. Spätestens nächste Woche, so Gsteu, sollen die Unterschriften dem Anwalt der Familie übergeben werden. Dieser wird dann bei der Bezirkshauptmannschaft Feldkirch einen Antrag auf humanitäres Bleiberecht stellen.

Unterstützung signalisiert

Die Flüchtlings- und Migrantenhilfe der Caritas Vorarlberg schätzt die Chancen auf humanitäres Bleiberecht als „sehr gering“ ein, da die Flüchtlingsfamilie noch nicht fünf Jahre im Land ist. Unterstützung signalisierte indes der ressortzuständige Landesrat Erich Schwärzler. Er werde sich dafür einsetzen, dass die „gut integrierte“ Familie einen humanitären Aufenthaltstitel zugesprochen bekomme, sagte Schwärzler in der vergangenen Woche zu den VN.

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