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20. Dezember 2011 09:14; Akt.: 20.12.2011 09:14

24 Stunden in Bereitschaft

Hubert Dreher dirigiert eine Räumflotte mit 32 Schwerfahrzeugen und drei Pferdefuhrwerken. Hubert Dreher dirigiert eine Räumflotte mit 32 Schwerfahrzeugen und drei Pferdefuhrwerken. - © VN/ Hagen
Dornbirn (VN-ha) – Straßenmeister Hubert Dreher organisiert den Winterdienst in Dornbirn.


Über 400 Kilometer lang ist das Gemeindestraßennetz in Dornbirn, 220 Kilometer werden bei entsprechender Schneelage vom Team der Straßenmeisterei und privaten Fuhrunternehmen tagtäglich geräumt. Gestern fand nach dem ersten Schneefall die Generalprobe für den Winter 2011/12 statt. Und die ging problemlos über die Bühne. Dirigent der bis zu 80 Mann starken Mannschaft des Winterdienstes ist Dornbirns Straßenmeister Hubert Dreher. Bereits um drei Uhr früh startete er gestern mit seinem geländegängigen Dienstfahrzeug zur ersten Rundfahrt, um sich einen Überblick über die Straßenverhältnisse in Berg und Tal zu verschaffen. „Für diesen Job muss man ein Frühaufsteher sein“, ist für den 43-Jährigen der zeitige Arbeitsbeginn kein Problem. Und im Winter hat er noch jede zweite Woche 24 Stunden Bereitschaft. Bei Schnee läutet das Telefon dann fast ununterbrochen. Am anderen Ende sind meistens Anrainer, die ungeduldig fragen, wann denn der Pflug vorbei kommt. „Wenn es viel Schnee hat, dann gibt es interessanterweise weniger Anrufe. Offenbar sind die Leute dann froh, dass wir überhaupt kommen“, kennt Dreher seine Kundschaft inzwischen ganz genau. Grundlage des Räumdienstes ist ein exakter Einsatzplan. „Wenn es erforderlich ist, werden 32 Räum- und Streufahrzeuge und drei Pferdefuhrwerke mit Spitzpflügen in Marsch gesetzt“, ist Dreher auf jede Situation vorbereitet. Die Ausrüstung für die privaten Unternehmer, die für den Räumdienst engagiert werden, stellt die Stadt zur Verfügung. Für Pflug und Streuer sind schnell einmal an die 70.000 Euro fällig.

Priorität für Stadtbusrouten

Absolute Priorität bei der Schneeräumung haben jene Straßen, auf denen der Stadtbus verkehrt. Die müssen um sechs Uhr früh schneefrei sein. Eine besondere Herausforderung für die Teams, die sich in aller Herrgottsfrühe ins Ebnit oder nach Kehlegg aufmachen müssen, um der roten und gelben Flotte den Weg frei zu machen. Beim ersten Einsatz in der diesjährigen Schneeräum­saison trat genau der Fall ein, den die Profis am meisten fürchten. „Gegen sechs Uhr erfolgte ein Temperatursturz, die Straßen waren in kürzester Zeit spiegelglatt“, so Dreher. Allerdings ist man auch für diesen Fall gerüstet: Innerhalb weniger Minuten rückten die Streufahrzeuge aus. Gleich am ersten Tag wurden zwischen 30 und 40 Tonnen Salz und einige Tonnen Salzlake auf Dornbirns Straßen ausgebracht. Für die Stadtkasse mit einem Aufwand von rund 8000 Euro für Material und Stundenlöhne für die angeheuerten Frächter und Landwirte ein eher preiswerter Wintertag. Teurer wird es bei Vollbetrieb. „Wenn die Fahrzeuge einschließlich Schneefräsen den ganzen Tag unterwegs sind, kostet ein Einsatztag die Stadtkasse immerhin bis zu 36.000 Euro“, rechnet der Straßenmeister vor. An Material mangelt es dem Räumdienst nicht, da hat Dreher vorgesorgt: „Die Lager sind mit 700 Tonnen Streusalz, 70.000 Liter Lake und 1500 Tonnen Streusplitt gut gefüllt.“ Der Winter kann also getrost kommen.

Zur Person

Hubert Dreher

Beruf: Straßenmeister

Geboren: 1968

Wohnort: Dornbirn

Hobbys: Sport in allen Variationen


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