2013 jeder zweite Lkw mit Auslands-Kennzeichen

Von Verein Jahrgang 1937 Weiler
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Die österreichischen Frächter haben das Krisenjahr 2008 noch nicht abhaken können und gehen mit ihren Firmensitzen wieder verstärkt ins Ausland - im Fachjargon als "ausflaggen" bezeichnet. Die Bundessparte Transport-Verkehr in der Wirtschaftskammer schätzt, dass in den nächsten Jahren mehr als 50 Prozent der an sich heimischen Schwerfahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen fahren werden.

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Zum Vergleich: Vor zehn Jahren waren es knapp 20 Prozent. Nach wie vor wird insbesondere in den Nachbarländern Slowakei und Ungarn ausgeflaggt, Rumänien mit besonders günstigen Personalkosten liegt aber mittlerweile an dritter Stelle.

Gründe für das Ausflaggen sind neben den Lohnhöhen auch die Steuer- und Abgabenbelastungen in Österreich, erklärte Bundesspartenobmann Alexander Klacska im Gespräch mit der APA. So kommt ein 40-Tonnen-Sattelzug aufgrund der Mautbelastung in Österreich mit 50 Euro gerade mal 43 Kilometer weit - in Tschechien fährt der Frächter damit 320 Kilometer weit. Dazu käme, dass in vielen Nachbarländern Österreichs Lkw mit Gewerbediesel fahren, der günstiger ist als der "normale" Diesel für Pkw-Fahrer. In Österreich gibt es diese Steuerspreizung allerdings nicht.

Bessere Abstimmung gefordert

Von der Politik fordert Klacska aber nicht primär eine monetäre Entlastung, sondern eine bessere Abstimmung der einzelnen Transportmittel und ein Ende des Fleckerlteppichs bei manchen Regelungen, etwa bei sektoralen Fahrverboten. Hier würden oft Einzelinteressen berücksichtigt, aber nicht das Ganze. "Die durch Fahrverbote bedingten Umwegverkehre verursachen volkswirtschaftliche Kosten in Höhe von 215 bis 285 Millionen Euro pro Jahr", rechnet Klacska vor.

Keinen Bedarf sieht Klacska in Österreich für die sogenannten "Gigaliner", sprich Lkw mit bis zu 60 Tonnen höchst zulässiges Gesamtgewicht. Hierfür sei die Topografie in Österreich nur bedingt geeignet, außerdem würden auf die Frächter erhebliche Kosten für die Umgestaltung des Fuhrparkes zukommen, obwohl diese Riesen-Lkw nur auf sehr wenigen Strecken einsetzbar wären.

 

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