11. März 2010 11:31; Akt.: 11.03.2010 11:31

191 Einbrüche: Moldawier mit sechs Jahre hinter Gitter

Moldawier steht vor Gericht. Moldawier steht vor Gericht. - © Salzburg24
Salzburg-Stadt - Jener Moldawier, der am Donnerstag wegen 191 Einbrüchen in Salzburg, Tirol und der Steiermark vor Gericht stand, ist zu einer Gefängnisstrafe von sechseinhalb Jahren verurteilt worden.

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Die Staatsanwaltschaft warf ihm insgesamt 191 Einbrüche vor, bei denen er Diebesgut von insgesamt 115.000 Euro erbeutet haben soll. In elf von insgesamt 191 angelasteten Fakten ist ein Freispruch ergangen.

“Ich bin schon geständig, kann mich aber nicht mehr an alles erinnern”, sagte der schmächtige Moldawier zum Vorsitzenden, Richter Helmuth Torpier. Als Tatorte bevorzugte er Geschäfte, Firmen, Gasthöfe, Vereinslokale, Kindergärten und Schulen. Einen Teil der Beute – darunter Bargeld, Laptops und Digitalkameras – verkaufte er. Die Polizei erwischte ihn dabei am 7. Juli 2009 am Innsbrucker Hauptbahnhof und nahm ihn fest.

Der bei den Einbrüchen entstandene Sachschaden war mit 128.000 Euro noch höher als der Wert der Beute. Vielfach wurden DNA-Spuren des einschlägig vorbestraften Verdächtigen gefunden. Überwachungskameras lieferten zudem Fotos von dem Täter. Der Moldawier erklärte, er habe die Einbrüche allein begangen. Doch der Staatsanwalt geht davon aus, dass er teilweise mit Komplizen unterwegs war. Die Polizei stellte einen Teil der Beute sicher.

Der Mann hatte im Jahr 2003 in Österreich einen Asylantrag eingebracht, allerdings “mit falscher Identität”, wie der Staatsanwalt erklärte. “Der Antrag wurde 2005 abgewiesen. Er ist dann trotzdem nach Österreich gekommen, um bei Einbruchsdiebstählen sein Geld zu verdienen. Er hat sich mit falschen Identitäten ausgewiesen.”

Einen Beruf habe er nicht erlernt, erzählte der blass wirkende 26-Jährige dem Richter. Die Anklage lautet auf schweren gewerbsmäßigen Einbruchsdiebstahl und Urkundenfälschung. Sein Mandant habe sich nach der Festnahme kooperativ gezeigt, sagte Verteidiger Christoph Hirsch. “Er hat mit der Polizei Rundfahrten in Österreich gemacht und gezeigt, wo er eingebrochen hat.”

Der 26-Jährige bat nach dem Urtail um Bedenkzeit, der Staatsanwalt gab keine Erklärung ab. Deshalb ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.


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