Mindestens 18 Tote bei Anschlag in Burkina Faso

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Die Regierung sprach von einem Terroranschlag
Die Regierung sprach von einem Terroranschlag - © APA (AFP)
Bei einem mutmaßlich jihadistisch motivierten Anschlag auf ein Restaurant in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou sind 18 Menschen getötet worden – darunter ein Franzose und ein Türke. Nach der Tat am Sonntagabend erschossen Sicherheitskräfte zwei Angreifer, wie Informationsminister Remis Dandjinou am Montag sagte. Noch immer würden Gebäude rund um den Tatort durchsucht.

Die Angreifer hatten am Sonntagabend das Feuer auf Gäste des bei Ausländern beliebten Lokals eröffnet, anschließend verschanzten sie sich in dem Gebäude, möglicherweise mit Geiseln. Ziel der Attacke war das türkische Restaurant “Istanbul” im Zentrum der Hauptstadt. Der Einsatz der Sicherheitskräfte gegen die Angreifer wurde nach Angaben von Dandjinou am frühen Montagmorgen beendet. Zunächst war noch unklar, wie viele Angreifer insgesamt beteiligt waren. Österreicher waren nach derzeitigem Erkenntnisstand nicht betroffen, wie der Sprecher des Außenamtes in Wien, Thomas Schnöll, auf APA-Anfrage mitteilte.

Die Regierung sprach von einem “Terroranschlag”. Der Präsident von Burkina Faso, Roch Marc Christian Kabore, verurteilte die Tat über den Kurzbotschaftendienst Twitter als “abscheuliche Attacke, die Ouagadougou in Trauer versetzt”. Er kündigte außerdem an, sein Land werde sich dem “Terrorismus” widersetzen.

Die französische Staatsanwaltschaft und das türkische Außenministerium erklärten am Montag, je einer ihrer Staatsbürger sei bei dem Anschlag getötet worden. Ein weiterer Türke sei unter den etwa zehn Verletzten. Die Nationalitäten der übrigen Verletzten und Todesopfer waren noch unklar.

Der französische Präsident Emmanuel Macron verurteilte den Angriff und nannte ihn einen “Terroranschlag”. Paris reagierte mit einer verschärften Reisewarnung: Das Außenministerium rief französische Bürger in Ouagadougou dazu auf, die Gegend rund um den Tatort zu meiden. Zuvor hatte die Pariser Staatsanwaltschaft bereits eine Untersuchung wegen Mordes im Zusammenhang mit einem Terrorvorhaben eingeleitet. Dies ist bei Fällen im Ausland üblich, wenn Franzosen betroffen sind.

Der Tatort liegt nur rund 200 Meter vom Cafe “Le Cappuccino” entfernt, auf das Anfang 2016 ein jihadistischer Anschlag verübt worden war. Damals waren 30 Menschen getötet worden, unter ihnen mehrere Ausländer. Zu der Tat hatte sich die Jihadistengruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb bekannt (AQMI). Der Tathergang damals ähnelte jenem des Anschlags vom Sonntag.

Laut Website des österreichischen Außenamtes gilt für Burkina Faso bereits seit längerem eine partielle Reisewarnung. Vor allem in die an Mali angrenzenden Provinzen sowie in die Provinz Tapoa im Dreiländereck Burkina Faso-Niger-Benin und den dort befindlichen grenzüberschreitenden Nationalpark “Parc National du W” wird gewarnt. Für die restlichen Landesteile gilt ein “hohes Sicherheitsrisiko”, von Reisen in diese Regionen wird abgeraten.

(APA/ag.)

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