….. das ist uns eigentlich wurscht

0Kommentare
LH Herbert Sausgruber, Sozialwissenschaftler Bernd Marin und LR Greti Schmid. LH Herbert Sausgruber, Sozialwissenschaftler Bernd Marin und LR Greti Schmid. - © Harald Hronek
aqua-mühle startet mit einem Pilotprojekt gegen den Pflege- und Betreuungsnotstand. AMP Ganz im Zeichen der aqua-Offensive zur Einführung eines dualen Ausbildungsmodelles im Bereich "Dienstleistungskaufmann/frau und Pflegehelfer/in" stand das Forum im Adalbert Welte - Saal. Die Brisanz der Thematik lockte Prominenz aus unterschiedlichsten Lagern an, darunter auch Landeshauptmann Herbert Sausgruber, Statthalter Markus Wallner, Gesundheitslandesrätin Greti Schmid, […]

0
0

aqua-mühle startet mit einem Pilotprojekt gegen den Pflege- und Betreuungsnotstand.

AMP Ganz im Zeichen der aqua-Offensive zur Einführung eines dualen Ausbildungsmodelles im Bereich "Dienstleistungskaufmann/frau und Pflegehelfer/in" stand das Forum im Adalbert Welte - Saal. Die Brisanz der Thematik lockte Prominenz aus unterschiedlichsten Lagern an, darunter auch Landeshauptmann Herbert Sausgruber, Statthalter Markus Wallner, Gesundheitslandesrätin Greti Schmid, Landtagsvizepräsidentin Gabriele Nussbaumer, die Klubobleute Dieter Egger (FPÖ), Michael Ritsch (SPÖ) und Johannes Rauch (Grüne) und unterschiedlichsten Sozialfunktionen Tätige wie Günther Lampert, Bernhard Bereuter (AMS), Michael Himmer (FH- Studiengangsleiter), Guntram Rederer (Gesundheits- und Krankenpflegeschule Feldkirch), der Salzburger Coach Johannes Andexlinger und aqua - Aufsichtsratsvorsitzender und Marktgemeinde-Bürgermeister Eugen Gabriel. Mit dem Sozialwissenschaftler Bernd Marin hat man sich kompetente Unterstützung von außen geholt. Marin zeigte die Problematik der "schwammigen" Gesetzgebung auf und ermunterte zu "neuen Wegen im sozialen Netz". "Laut derzeitiger Regelung müsste jeder erwerbstätige Mann aufgrund seiner häuslichen Inanspruchnahme bereits in Pflegestufe drei eingestuft werden", sieht Marin Handlungsbedarf beim Gesetzgeber.

Pilotcharakter
Konkret will das aqua-Modell die Pflegehilfe auf eine Lehrabschlussplattform stellen und bereits 15-Jährigen den Einstieg in das dreijährige Ausbildungssystem mit einer kaufmännischen Ausbildung und anschließender Pflegehilfe-Schulung ermöglichen. Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt kontinuierlich. In 20 Jahren werden rund 800.000 Pflegebedürftige allein für Österreich prognostiziert. Demgegenüber stehen jährlich 10.000 Schulabgänger, die keiner oder nur einer wenig qualifizierten Beschäftigung nachgehen. Daraus resultiert auch eine Forderung des Sozialministeriums nach Erfüllung der Schulpflicht. "Entscheidend dafür wird allerdings die Motivation für die Jugendlichen sein", macht man seitens der aqua-mühle auf die Problematik aufmerksam und sieht Ausbildungspotential. Demgegenüber steht der derzeitig staatliche Ausbildungsmodus als "Bremse". Trotz aller Bemühungen gibt es hier bundesweit für dieses Modell noch kein grünes Licht. Trotzdem startet aqua-mühle im Herbst mit 20 Neueinsteigern und darf sich der Unterstützung des Landes gewiss sein. "Wir brauchen pragmatischen Zugang statt bürokratischem Reflex. Wenn man zentralistisch sich dieser Diskussion verweigert, müssen wir einen Alleingang starten. Was Wien dann macht, ist uns eigentlich wurscht", verschafft sich Landeshauptmann Herbert Sausgruber gegenüber dem zentralistischen Bürokratismus Luft und erhält vom Plenum uneingeschränkte Zustimmung.

Adalbert Welte Saal ,Frastanz, Austria

Werbung


0
0
Leserreporter
Feedback
0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen
Verkehr in Vorarlberg

Werbung
Jetzt meistgelesen auf VOL.AT
Werbung

Bitte Javascript aktivieren!