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“Nicht anschwärzen, sondern Phänomen aufzeigen“

Fotograf Hechenblaikner will mit seinen Bildern das Phänomen Erlebnisgesellschaft aufzeigen. Fotograf Hechenblaikner will mit seinen Bildern das Phänomen Erlebnisgesellschaft aufzeigen. - © Lois Hechenblaikner
von Maximilian Bösch - Der Künstler Lois Hechenblaikner sieht in den von ihm abgebildeten “Mohrenbräu-Bierkisten” nur ein kleines Beispiel eines großen Phänomens und macht dem Kunsthaus Bregenz Komplimente. VOL.AT hat mit ihm gesprochen.

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Wie VOL.AT berichtete, hat letzte Woche die Ausstellung „Intensivstationen“ von Lois Hechenblaikner im Berner Alpine Museum begonnen. “Die Ausstellung ist sehr gut angelaufen, ja sogar immens gut”, sagt Lois Hechenblaikner. Angesprochen auf das Foto mit den “Mohrenbräu-Bierkisten”, welches in seiner Ausstellung gezeigt wird, meint er, dass das Foto kein Saison-Opening zeige, sondern eine Szene zu Saisonende. Den Ort wolle er nicht nennen, denn es geht ihm nicht darum Orte anzuschwärzen, sondern das Gesamtphänomen zu schildern. “Bierflaschen liegen auch irgendwo anders herum”, sagt Hechenblaikner. Er wolle das Phänomen Erlebnisgesellschaft aufzeigen, welches wissenschaftlich und theoretisch gut untermauert ist. Begonnen habe diese spezielle Art des Tourismus in der Steiermark und erstrecke sich nun bis zu den Dolomiten. Der ganze Alpenhauptkamm sei mittlerweile davon betroffen.

Langzeitprojekte und persönliches Interesse

Hechenblaikner bezeichnet sein Schaffen als von Akribie, Genauigkeit und aufwendigen Vorarbeiten geprägt. Das längste Projekt an dem er arbeitet, startete er vor 17 Jahren. Als Inhaber einer Tourismuskonzession, begleite ihn bei dieser Thematik ein großes persönliches Interesse. Der Künstler will mit seiner Kunst nicht wie mit einer Motorsäge gegen den Tourismus wüten, sondern wie mit einem kleinen Messer präzise Probleme aufzeigen.

Kompliment an das Kunsthaus in Bregenz

In seinem Heimatbundesland Tirol hat Hechenblaikner auch negative Erfahrungen gemacht. So wurde 1997 eine geplante Ausstellung in Mayrhofen kurz vor Ausstellungsbeginn von den Verantwortlichen vor Ort verboten. Vorarlberg sei einigen österreichischen Regionen mit dem Kunsthaus in Bregenz einen Schritt voraus, meint der Künstler. “Immer wenn ich in Vorarlberg bin oder durch Vorarlberg durchfahre, ist das Kunsthaus in Bregenz ein Pflichttermin für mich”, sagt er. Lois Hechenblaikner ist der Ansicht, dass das Kunsthaus durchaus mit anderen Top-Kunst-Adressen in Europa auf eine Stufe zu stellen ist.

Daten & Fakten zur Ausstellung

Intensivstationen. Alpenansichten von Lois Hechenblaikner

Ort: Alpines Museum, Bern

Adresse: Helvetiaplatz 4, 3005 Bern
Telefon: 031 350 04 40

(VOL.AT)

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