„Netzwerkerin“ für Walgau

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„Menschen im Walgau lassen sich für Neues begeistern. Das hat mich an der Aufgabe besonders gereizt“: Birgit Werle. „Menschen im Walgau lassen sich für Neues begeistern. Das hat mich an der Aufgabe besonders gereizt“: Birgit Werle. - © VOL.AT/ Hofmeister
Nenzing - Montafonerin managt Walgau: Birgit Werle (40) führt seit Monatsbeginn die Geschäfte der Regio im Walgau.

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Zuvor hatten 54 Delegierte aus Walgauer Gemeinden im September des Vorjahres den Verein „Im Walgau“ aus der ­Taufe gehoben. Die Institution zählt vierzehn Kommunen (Bludesch, Bürs, Düns, Dünserberg, Frastanz, Göfis, Ludesch, Nenzing, Nüziders, Röns, Satteins, Schlins sowie Schnifis und Thüringen) mit rund 37.500 Einwohnern. Zum Obmann wurde das Nenzinger Gemeindeoberhaupt Florian Kasseroler gewählt. Weitere sieben Kommunen (Lorüns, Stallehr, Bürserberg, Brand, Thüringerberg sowie die Städte Bludenz und Feldkirch) sind der Regio als außerordentliche Mitglieder beigetreten. Letztere bezahlen keine Mitgliedsbeiträge, werden aber über Aktivitäten informiert und können sich bei Bedarf an Projekten mit eigenen Mitteln beteiligen. 

Motto: Agieren statt reagieren

Erklärtes Ziel der Regio laut Statuten ist „das Fördern der Entwicklung der Region Walgau“. Die Koordination von Schwerpunkten, die bei Delegiertenversammlungen beschlossen werden, erfolgt im sogenannten Wolfhaus in der Marktgemeinde Nenzing. „Ich freue mich im Rahmen meiner Arbeit an dieser Entwicklung mitwirken zu können“, betont Birgit Werle, die im Februar die Agenden des bisherigen Projektleiters Manfred Walser nach drei Jahren übernommen hat. Werle, gebürtige Montafonerin, ließ knapp 60 Mitbewerber hinter sich und erhielt nach einem Hearing den Job an der Spitze der Regio. Dabei dürfte vor allem die Berufserfahrung Werles eine gewichtige Rolle gespielt haben. Immerhin konnte die gelernte Sozialpädagogin als Entwicklerin und Leiterin des Integrationsdienstes „Spagat“ beim Institut für Sozialdienste (IfS) über Jahre hinweg Erfahrungen in Sachen Projektmanagement und im Aufbau von Netzwerken sammeln.

Faible für Pferde und Spanien

Was reizt Werle an dieser Aufgabe? „Ich habe mitverfolgen können, wie sich die Bürgermeister und Bürger der Region sehr intensiv mit wichtigen Zukunftsthemen auseinandersetzen und ihr Augenmerk mehr aufs Agieren statt aufs Reagieren legen“, meint die Mutter eines Sohnes. Und attestiert den Menschen im Walgau gleichzeitig („So wie sich beispielsweise ein Schrunser längst als Montafoner fühlt, wird sich vielleicht bald einmal ein Schlinser als Walgauer bezeichnen“) eine gesunde Portion „Offenheit sowie Begeisterungsfähigkeit für Neues“. Apropos Augenmerk: Geht es nach der Geschäftsführerin, die Mitstreiter in Sachen Regio in Arbeitsgruppen zum Tragen von Verantwortungen begeistern will, so soll künftig „vor allem auch die Jugend in der vielfältigen Landschaft angesprochen und in Projekte eingebunden werden“. Dies gelte auch für die zwei Mal pro Jahr geplanten Wal­gauforen, zu denen alle Bürger der Region geladen werden, betont Werle, die sowohl ein Faible für den Reitsport als auch fürs Zubereiten und Genießen spanischer Köstlichkeiten hat.

Zur Person

Birgit Werle

Übernahm im Februar die Geschäftsführung der Regionalplanungsgemeinschaft „Im Walgau“

Geboren: 15. Juli 1971 Beruf: Sozialpädagogin

Wohnort: Feldkirch

Familie: Mutter eines Sohnes Werdegang: Volks- und Hauptschule, Absolventin von Handels- und Krankenpflegeschule, Ausbildung für Heil- und Sonderpädagogik sowie Sozial-, Bildungs- und Systemisches Management; federführende Aufbauarbeit für den Integrationsdienst „Spagat“ beim Institut für Sozialdienste (IfS) und seit 2006 Leiterin der Aktion „Spagat“; seit 1. Februar Geschäftsführerin des Vereins „Regio im Walgau“

Hobby: Zubereiten und Genießen spanischer Gaumenfreuden und Reiten Lebensmotto: „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.

(VN/ Anton Walser)

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