„Fracking“ am Bodensee noch nicht vom Tisch

Von VN/Thomas Matt
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Solche Pumpanlagen könnten auch Bodensee stehen. Solche Pumpanlagen könnten auch Bodensee stehen. - © DAPD (Themenbild)
Seit Briten und US-Amerikaner darum baten, weite Landstriche am Bodensee nach Erdgas absuchen zu dürfen, wächst der Widerstand. Die Methode, um das begehrte Gas aus dem Schiefer zu befreien, heißt "Fracking" - und sorgt für Angst.

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Wasser, Sand und giftige Chemikalien sprengen unter hohem Druck Risse ins Gestein. Umweltschäden sind zu befürchten. Bilder aus den USA von brackig-verseuchtem Trinkwasser gingen um die Welt.

"Fracking" nahe Sigmaringen

Im November stellten die Parkyn Energy Germany (PEG) und die Bell Exploration unter wütendem Bürgerprotest ihre Pläne in Illmensee nahe Sigmaringen vor. Beide Anträge „zur Aufsuchung von nichtkonventionellen Gasvorkommen“ warten auf Bewilligung.

Bürger wehren sich

Doch die Bürger machen Druck: Wilfried Franke, Direktor des Regionalverbands Bodensee-Oberschwaben ist „derzeit jede Woche in einem der 87 Gemeinderäte zu Gast“. In der Regel fährt er mit einem einstimmigen Beschluss gegen das „Fracking“ nach Hause. Aber auch Franke weiß, dass die rechtliche Position der Gemeinden schlecht ist, denn „das Bergrecht ist ein altes Recht in Deutschland“. Fazit: „Man kann gegen die Aufsuchungsrechte sein, aber man wird sie vermutlich nicht verhindern können.“

Entscheidung liegt in Berlin

Aber auf Zeit spielen kann man. Das baden-württembergische Umweltministerium hat deshalb im Freiburger Landesbergamt den Wunsch „eines vorgeschalteten Beteiligungsverfahrens“ deponiert. Wie genau dieses Aussehen soll, ist nicht ganz klar, denn eine Beteiligung von Bürgern oder Gemeinden sieht das Bergrecht gar nicht vor.

Man ist also auf den guten Willen der Antragsteller angewiesen. Der Chef des Zweckverbands Bodensee-Wasserversorgung, Marcel Meggeneder, pocht weiter darauf, „dass in wasserwirtschaftlich sensiblen Gebieten das Fracking verboten wird“. Entschieden wird das in Berlin. (VN/Thomas Matt)

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